Wettbewerb Waldorfschule Kleinmachnow

Projekt: Sonnenzirkus – Freie Waldorfschule
Anlass: Wettbewerbe
Ort: Berlin-Kleinmachnow
MitarbeiterInnen: Florence Meyer, Francesca Pegorer, Marc Iserte

Sonnenzirkus und Sonnenzirkel

Manege frei!

Sonnenzirkus – Bühne des Lebens

Das herzförmige zentrale Foyer ist Empfangshalle, Zirkuszelt, Zuschauerraum und Bühne zugleich. Alle Klassenräume und der Bewegungsraum sind unmittelbar mit dem Foyer verbunden. Schalldichte Schiebewände zwischen den Räumen erlauben flexible Verbindungsmöglichkeiten für Feste, Aufführungen, Akrobatik und Spiel.

Sonnenzirkel und Sonnentrichter

Alle Klassenräume und der Bewegungsraum öffnen sich trapezförmig nach Osten, Süden, Westen und werden so – der Ganztagsschule entsprechend – optimal von der Sonne durchflutet. Die flache Wintersonne wirkt in den trichterförmigen Räumen als solare Wärmefalle. Die steile Sommersonne wird durch feststehenden und flexiblen Sonnenschutz sowie Balkone und Vordächer abgehalten. Im Norden sind die Öffnungen auf ein Mindestmaß reduziert, um Transmissionswärmeverluste zu vermeiden.

Kleiner Kosmos – kurze Wege

Die Waldklasse als der Eingangsklasse für die Jüngsten liegt im Nordosten in unmittelbarer Nähe des Haupteingangs und erleichtert den Eltern das Abholen und Bringen. Diese Orientierung ermöglicht der Waldklasse einen geschützten Zugang in den eigenen Garten in der Südostecke des Gesamtgeländes.

Der Haupteingang der Schule liegt im Nordwesten an der neuen zentralen Erschliessungsachse für das Gesamtareal. Er orientiert sich nach Westen zu dem Schulgelände, so dass die Klassen 1 bis 3 mit diesem Verbindung aufnehmen.

Die direkte Anbindung aller Gruppenräume an das zentrale Foyer reduziert die reinen Verkehrsflächen. Atriumförmig angeordnete Stufen verbinden Foyer und Flure und bieten zugleich Sitz- und Spielgelegenheit.

Alle Klassen haben einen eigenen Garten unmittelbar vor ihren Klassenräumen, auch die Klassen 2 und 3 eine kleinen Lehrgarten auch für die kurzen Pausen. Der Garten der Klasse 3 findet sich auf dem Dach der Waldklasse. Der Pausenhof der Klassen 2 und 3 befinden sich westlich des Wettbewerbsgeländes.

Ökologie und Wirtschaftlichkeit

Kompakter Baukörper:
Durch minimale Verkehrsflächen ist der Entwurf sehr kompakt und wirtschaftlich in Bezug auf seine Kennwerte (BGF/HNF). Das optimale Verhältnis von Außenfläche zu umbauten Volumen spart Kosten in Bau und Betrieb, z.B. durch die Reduzierung von Transmissionswärmeverlusten.

Sonnentrichter:

maximale Sonnenorientierung der trapezförmigen Haupträume
Holzfassade nach Süden mit einem hohen Fensteranteil zur Optimierung der Belichtung und solaren Gewinne.
Flexibler Sonnenschutz gegen sommerliche Überhitzung

Klimapuffer, Wärmespeicher, Ökonische:

Klimapuffer auf der Nordseite des Gebäudes durch Anordnung der Wirtschaftsräume und Windfänge vor allen Eingängen.
Anordnung der Atelieräume nach Nordwesten mit Blick Richtung des Schulgeländes
Reduzierte Fensterflächen an der Nordfassade für geringe Transmissionsverluste
Eine Gabionenwand (Drahtkörbe mit Natursteinen gefüllt) vereint Schutz fürs Gebäude sowie Lebensraum zur Förderung der Artenvielfalt. Sie dient als Klimapuffer, Rankhilfe für Kletterpflanzen und Niststätte für Vögel und lädt die Kinder zur Beobachtung ein.
Die Dachbegrünung wirkt als Wärmeschutz, verlängert die Lebensdauer der Dachhaut und verbessert das Mikroklima und bietet zugleich der 3. Klasse einen Kräuter – und Gemüsegarten.

Baustoffe:

Stahlbetonskelett mit einigen tragenden Stahlbeton-Wänden
ergänzt und ausgefacht mit Holzständerwänden
einer Vorsatzschale aus Gabionen (Siehe Detail)
Deckengleiche Unterzüge, ergänzt durch sichtbare Träger

Oberflächenbekleidung:

Lehmputze, Akustikdecken (Holzwerkstoffe) und Akustiksegel, Industrieparkett, Sichtestriche, Fliesen

Lasuren, Wandfarben & Farbkonzept der Innenräume:
Ein Farbkonzept wird erarbeitet mit den Kunsterziehern und interessierten Eltern als AG

Aussenanlagen / Garten:

Weiche Grenzverläufe gliedern die Aussenanlagen in die Flächen von Ost nach West. Die einzelnen Zonen sind gut ablesbar und zugleich durchlässig durch naturnahe Elemente wie Sitz- und Kletterelemente aus großen Holzbohlen, sowie einer Naschhecke aus Beerensträuchern. Die weitere Bearbeitung des Aussenanlagen sollte mit einem Landschaftsplaner, gemeinsam mit den Gartenbaulehrern und interessierten Eltern als AG erfolgen.

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