Motive und Ziele unserer Arbeit
Die größte Dichte molekularen Lebens entsteht in den Übergangssituationen, das heißt den Berührungspunkten verschiedener Elemente, zum Beispiel Wasser-Luft, Luft-Erde, Erde-Wasser. Dichte entsteht nicht in der Anhäufung gleichartiger Funktionen, sondern in den Berührungspunkten unterschiedlicher Nutzungen. Kein quantitativer Ausdruck ist das Anliegen, sondern ein qualitativer.
Quelle: “Dynamisierung eines Stadtraumes”, Diplomarbeit I.Drohn, Graz 1993
Was uns bewegt …
In welcher Umgebung und Zukunft wollen wir leben?
Unsere Arbeit prägt das Nachdenken über soziale, ökologische und ökonomische Nachhaltigkeit, soweit sie das Gestalten von Räumen und Bauten berührt. Vielfalt und funktionale Dichte sind uns zentrale Anliegen, ebenso wie Räume, die berühren und zur zwischenmenschlichen Begegnung einladen. Im Gegensatz zur virtuellen Welt sind Begegnungen innerhalb gebauter Räume physisch mit allen Sinnen erfahrbar.
Soziale Netzwerke & Bau(t)en für die Gemeinschaft
Nur gemeinsam können wir positive Antworten auf die Herausforderungen und Chancen unserer Zeit, wie die Bedrohung der Umwelt, die Globalisierung und die Beschleunigung der Migration, die mediale Vernetzung, die Überflutung mit Information bei gleichzeitiger Tendenz zur Vereinsamung vieler Menschen und die demographische Entwicklung mit der Gefährdung bestehender sozialer Sicherungssysteme finden.
Durch die Errichtung von Räumen für kulturellen Austausch und Dialog wie in dem Zentrum für Frieden und Verständigung und dem Zentrum für Meditation und Begegnung sowie Gemeinschaftsräumen in dem Netzwerk Integriertes Wohnen und in der Baugruppe Suedwestsonne wollen wir die Verständigung und den Austausch fördern.
Orte der Begegnung und Wissensvermittlung
Unser Engagement für Architektur spiegelt den eigenen Traum vom Leben in einer konstruktiven und toleranten Gemeinschaft, die durch gegenseitige Verständigung die Entfaltung des Potentials und der Kreativität jedes einzelnen Individuums fördert.
Im Mittelpunkt unseres Interesses stehen daher Aussen- und Innenräume, die zur Kommunikation und Begegnung einladen, Orte der Wissensvermittlung, auch auf informeller Ebene, im öffentlichen Raum, im Bereich des Erwerbslebens bis hinein in den privaten Bereichs des Wohnens.
Vielfalt
Die Diversität und Vielschichtigkeit einer Gesellschaft und der Ansichten und Einsichten Ihrer Individuen macht Ihren Reichtum aus. In einer multikulturellen Gesellschaft wünschen wir uns Chancengleichheit für MigrantInnen und unterstützen Projekte, die der Völker~/Verständigung dienen.
Diese unsere Überzeugung spiegelt sich mitunter auch in der Formen- und Materialvielfalt unserer Architektur, und der Vielfalt und Individualität unserer Grundrisse auch innerhalb eines einzelnen Gebäudes.
Der Arbeit in einem internationalen Team von MitarbeiterInnen verdanken wir vielseitige Impulse und Blickwinkel.
Resourcenschonendes und energieeffizientes Bauen
Aus Sorge vor möglichen dramatischen Klimaveränderungen und ev drohenden gewaltsamen Auseinandersetzungen um die natuerlichen Resourcen, fühlen wir uns den bescheidenen Möglichkeiten verpflichtet, im Bereich des Bauens zu einem achtsameren Umgang mit diesen Resourcen beizutragen.
Energieeffizientes Bauen und die sorgfältige Verarbeitung baubiologisch unbedenklicher Materialien kommen der Gesundheit Ihrer Benutzer unmittelbar zugute und können langfristig die Betriebskosten senken.
Die Wiederverwendung vorhandener Baumaterialien sowie die Umnutzung und Rekonstruktion von Bestandsgebäuden und Denkmalen bieten Potentiale für nachhaltiges Bauen, auf die wir großen Wert legen.
Funktionale Dichte, Ent-/Spannung und Balance
Kreative und konstruktive Begegnungen erfordern eine Balance durch ausreichend Raum für Entspannung und Ruhe, Rückzug und Besinnung.
Auf städtebaulicher Ebene und innerhalb einzelner Bauten erfordert dies eine funktionale Dichte, die das richtige Spannungsverhältnis zwischen Distanz und Nähe, Kontakt & Begegnung sowie Privatheit & Geborgenheit ermöglicht.
Sinnlichkeit… Form, Material und Farbe
In der Wahl der Formensprache, Details und Materialien gehen wir besonders auf die Bedürfnisse unserer AuftraggeberInnen und der späteren Nutzer der Räume ein. Die genaue Analyse des Bestandes und der Umgebung, sowie der achtsame Umgang mit den Materialien, der Sinnlichkeit Ihrer Oberflächen und der Farbkomposition fliessen in jede Gestaltung ein.
Feng Shui und Geomantie
In einigen unserer Projekten sind auch Erkenntnisse aus Feng Shui und Geomantie berücksichtigt worden.
Prozessorientiertes Planen und Bauen
Da wir unsere Gestaltungsvorschläge gerne so nah wie möglich an den Bedürfnissen unserer BauherrInnen ausrichten, sind wir dankbar, wenn wir den Bau- und Planungsprozess in möglichst intensiven Dialog mit unseren BauherrInnen, darunter auch Bauherrengemeinschaften, gestalten können.
Freude am kreativen Wirken im Team
In der Überzeugung, dass der Schaffensprozess selbst das Ergebnis prägt, legen wir auf eine frühzeitige und von freundschaftlichem Respekt geprägte Zusammenarbeit mit allen weiteren Projektpartnern, Fachplanern, Baufirmen und Handwerkern sehr viel Wert.
Resumée
Wenn die von uns (mit)gestalteten Räume einladen und dazu anregen sich wohl zu fühlen, Kreativität, neue Erfahrungen und Wege auszuprobieren, zu Kontakt, Kommunikation, Geborgenheit, Ruhe, Entspannung, Sinnlichkeit, Natürlichkeit, dann haben wir unser Ziel als ArchitektInnen erreicht.
Um allen hier aufgeführten Herausforderungen zu entsprechen, bedarf es des Zusammenwirkens vieler Faktoren. Die Gestaltung von Räumen und Architektur allein kann diese nicht meistern, aber sie kann wichtige Impulse setzen. Wir freuen uns, wenn unsere Arbeit zu einer positiven Entwicklung beiträgt.
Ökologie der Zeit, in Stadtplanung übersetzt, heißt : Verdichtung. Es heißt also, diejenige Dichte wiederherzustellen, in der die Konfrontation der Konflikte allererst wieder möglich ist, auch wenn das Austragen von Konflikten unangenehmer ist, als das isolierte Einfrieren. Verdichtung wäre aber zugleich genauso Ökonomie von gesellschaftlicher Zeit und von subjektiver Lebenszeit, von eingesparter Verschwendung (Transportzeiten, Arbeitszeit). Verdichtung wäre als Vorausetzung der kulturellen und ökonomischen Verdichtung wie als Darstellungsergebnis, städtebauliche Verdichtung, Wiederverdichtung der Stadtsiedlung zum gegenständlichen geschichtsgezeichneten Ort. Der scheinbare Widerspruch von Wohnökologie – Grün, Luft, Natur – und städtischer Verdichtung – Nähe, Wahrnehmbarkeit des Ortes, Überschneidung der Wege und Erfahrungen – führt genau in den Mittelpunkt der Sache.
Quelle: Dieter Hoffman-Axthelm,“Untergehende Städte?”, Arch+ 94 | 1993
Literatur & Anregungen
- “Die Kraft der kollektiven Weisheit”, kosha anja joubert
- “Das Bild der Stadt”, Kevyn Lynch
- “Das Unfertige Bauen”, Lars Lerup
- “A pattern language”, Christopher Alexander
- “Analog und Digital”, Otl Aicher
- “Lessons for Students in Architecture”, Herman Hertzberger
- “Lob des Schattens”, Junichiro Tanizaki
an inconvenient truth , Al Gore
Vita activa , Hannah Ahrendt
Resourcenschonendes Bauen
- CO2-Reduktion
- Baubiologie
- Recycling
- Regenwassernutzung
Naturdämmstoffe
Subsistenzwirtschaft
Öffentlicher Raum, Impulse
Mauerpark Berlin
Nachbarschaftsgärten
Zwischennutzungen
transition town
Naturschutz
Vogelnistplätze für Um- und Neubauten
Insektenhotel
- Buddha-Bees Umsiedelung seltener Pelzbienen, auch Mauerbienen genannt …
Klimaschutz
global warming
Ecobuddhism
Umweltschutz im Himalaya
desert-greening
- 108 things to do: (siehe PDF im Anhang)





